Hormonfreie Verhütung – Vier Alternativen zur Pille

alternative Verhütungsmethoden
Welche alternativen Verhütungsmethoden zu Pille und Kondom gibt es? © iStock/Voyagerix

In den letzten Jahren sind hormonelle Verhütungsmethoden immer mehr in Verruf geraten. Viele Frauen sind abgeschreckt von den Nebenwirkungen von Hormonpräparaten wie Pille oder 3-Monats-Spritzen und suchen nach hormonfreien Alternativen.

Doch welche genau gibt es? Wir haben die vier wichtigsten alternativen Verhütungsmethoden mal genauer unter die Lupe genommen!

Kondom und Femidom

Das wohl bekannteste Verhütungsmittel lässt die Spermien erst gar nicht in die Scheide: Das Kondom fängt sie vorher ab. Das Sperma wird einfach nach dem Verkehr zusammen mit dem Kondom entsorgt.

Wie der Name verrät, ist das Femidom ein Kondom für die Frau. Es funktioniert ähnlich, jedoch wird der Gummischlauch hierbei vor dem Verkehr in die Scheide der Frau eingeführt. Je ein Ring an beiden Enden des Femidoms garantiert einen sicheren Halt beim Sex. Das Femidom ist mit drei bis fünf Euro pro Stück deutlich teurer als Kondome, kann aber dafür schon Stunden vor dem Sex getragen werden.

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Diaphragma und Portiokappe

Diese runde oder ovale Gummikappe wird vor den Gebärmuttermund eingesetzt und wirkt wie eine Barriere. Vor dem ersten Gebrauch sollte das Diaphragma von einem Frauenarzt angepasst werden – jede Scheide ist schließlich unterschiedlich. Danach kann frau sich das Diaphragma immer wieder selbst einsetzen. In der richtigen Größe sollte es beim Sex nicht zu spüren sein.

Das Diaphragma sorgt bei korrektem Gebrauch dafür, dass Ei- und Samenzelle nicht miteinander in Berührung kommen. Ein zusätzlich verwendetes Diaphragma-Gel hemmt die Beweglichkeit der Spermien. Das Diaphragma sollte mindestens zwei Stunden vor und bis zu acht Stunden nach dem Sex in der Scheide verweilen. Wichtig ist: Der Sex muss innerhalb dieser zwei Stunden nach dem Einsetzen stattfinden, denn sonst verfliegt die Wirkung des Gels. Gewaschen und mit etwas Stärke eingerieben hält ein Diaphragma bis zu zwei Jahre und kann immer wieder verwendet werden.

Kupferkette und Kupferspirale

Die Kupferkette bzw. -spirale wird vom Frauenarzt direkt in die Gebärmutter eingesetzt und verweilt dort bis zu fünf Jahre. Wie genau die Kupferkette funktioniert, ist nicht geklärt. Sicher ist, dass das Kupfer die Gebärmutterschleimhaut verändert und verhindert, dass sich die Eizellen dort einnisten.

Kette und Spirale gelten als sehr sichere Verhütungsmittel. Es kann jedoch mitunter vorkommen, dass der Körper der Frau die Spirale abstößt. Dies kann sich zum Beispiel durch besonders starke Regelschmerzen äußern.

NFP, die natürliche Familienplanung

Wie der Name schon sagt, ist natürliche Familienplanung an sich keine Verhütungsmethode, sondern dient zur Bestimmung der fruchtbaren Tage. Dies kann zum Beispiel über Temperaturmessungen oder die Zervixschleimbestimmung (das Scheidensekrekt) geschehen. Im Umkehrschluss kristallisieren sich so die „sicheren“ Tage heraus, an denen die Frau ungeschützten Geschlechtsverkehr haben kann.

Diese Methode hat keine Nebenwirkungen, ist jedoch trotzdem mit einem gewissen Risiko verbunden: So dauert es fast ein Vierteljahr, bis sich der Zyklus der Frau herauskristallisiert. Und selbst dann kann es durch alltägliche Umwelteinflüsse wie Stress, Alkohol oder eine veränderte Ernährung immer wieder zu Abweichungen kommen.


Welche Verhütungsmethode für dich am besten ist, entscheidest du selbst. Ein Gespräch mit deiner Frauenärztin kann dir weitere Fragen beantworten!

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