Trennung in der Fernbeziehung – Wie macht man es richtig?

Trennung in einer Fernbeziehung
Eine Trennung sollte immer unter vier Augen geschehen - aber was, wenn euch hundert Kilometer trennen? ©ferrantraite/GettyImages

Trennungen sind schwer. Immer. Im Internet findet man ja viele Tipps, wie man eine Beziehung möglichst schonend beendet. Doch wie sieht das bei einer Fernbeziehung aus?

So beendet ihr eine Fernbeziehung

Die einfachste Möglichkeit wäre das Ghosting: Sich also einfach nicht mehr zu melden. Ich könnte euch jetzt lange und breit erzählen, wieso das kacke ist, aber machen wir es kurz: Wer Ghosting betreibt, ist scheiße und hat keinen Anstand. So. Und jetzt wenden wir uns dem richtigen Weg zu, so richtig, wie es bei Trennungen eben geht.

Ihr möchtet eurer Fernbeziehung noch eine zweite Chance geben? 10 Tipps für die Liebe auf Distanz – so kann es funktionieren!

Wartet nicht bis zum nächsten Wiedersehen, sondern kündigt die Trennung gleich an

Dem Entschluss, euch trennen zu wollen, werden viele Stunden und Tage (vielleicht sogar Monate) des Überlegens und Abwiegens vorangegangen sein. Ihr seid euch also sicher. Dann teilt eurem Partner das auch mit. Es bringt nichts, ihm vielleicht noch wochenlang eine glückliche Beziehung vorzuspielen – das belastet euch psychisch und er wird sich am Ende noch verarschter fühlen. Schließlich brecht ihr ihm dann beim nächsten Wiedersehen plötzlich aus heiterem Himmel das Herz, obwohl doch noch gestern Abend alles wie immer war.

Ihr habt gemeinsame Rituale wie ein abendliches Telefonat? Dann sprecht nicht lange um den heißen Brei herum. Die Nachricht, vor der sich alle fürchten: „Wir müssen reden.“ Aber genau das bringt es auf den Punkt. Nachdem ihr euch alles vom Herzen geredet habt, müsst ihr noch einen Schritt weitergehen: Bietet ein klärendes Gespräch unter vier Augen an. Und zwar so zeitnah wie möglich. Jetzt wird es noch mal richtig hart!

Macht die Trennung trotz Fernbeziehung so persönlich wie möglich

Je mehr Kilometer (und Zeitzonen) euch trennen, desto berechtigter ist es, die Trennung gleich komplett via Skype oder Telefon zu vollziehen. Sollten es jedoch Zeit und Raum zulassen, dann trennt euch noch einmal „richtig“ unter vier Augen. Und zwar fährt derjenige, der sich trennen will, zu demjenigen, von dem er sich trennen will. Und nicht andersherum. Erspart dem (Ex-)Partner eine tränenreiche Zug- oder Autofahrt nach Hause. Lasst ihn in seiner vertrauten Umgebung, wo er sich zurückziehen kann und seinen Halt hat.

Trennungen sind nie einfach.
Auch wenn man sich am Anfang als Arschloch fühlt – eine Trennung ist oft die richtige Lösung. ©Martin-Dimitrov/GettyImages

Viele sagen jetzt sicherlich: „Wieso soll ich 130 Euro für eine Zugfahrt ausgeben, nur um ihm noch einmal das zu sagen, was er schon von mir am Telefon gehört hat?“ Weil es anständig ist! Weil ihr es euch auf der anderen Seite auch wünschen würdet, dass sich euer (Ex-)Partner die Zeit nimmt und Größe beweist, sich der Trennung und euch noch einmal von Angesicht zu Angesicht zu stellen. Und weil es gut tut – auch wenn es schwer fällt.

Mit einer Trennung unter vier Augen zeigt ihr, dass ihr die gemeinsame Zeit respektiert.

Euch tut es gut, weil ihr eurem schlechten Gewissen (das jeder nach einer Trennung hat) nicht auch noch die Last aufladet, die eine beschissene „Ich-bin-ein-Arschloch-und-mache-via-Telefon-Schluss“-Trennung mit sich bringt. Und eurem Partner hilft es zumindest ein wenig, weil er sieht, dass ihr eure gemeinsame Zeit respektiert und euch deswegen die Zeit für ihn nehmt.

Sich so einem Gespräch zu stellen, erfordert viel Mut, schließlich möchte niemand ein gefühlskaltes Arschloch sein, was Spaß daran hat, dem Gegenüber das Herz herauszureißen.

Der Rest kommt per Post

In jeder Beziehung schleichen sich nach und nach Dinge bei einem ein, die eigentlich dem Partner gehören. Und andersherum. Beharrt nicht am Tag der Trennung darauf, gleich mit eurem nun Ex-Partner nach Hause zu gehen und eure sieben Sachen zu packen. Andersherum müsst ihr nicht mit einer gepackten Kiste ankommen, die ihr ihm einfach in die Hand drückt. Spart euch den Stress und schickt alles mit der Post. Ihr habt Sachen bei eurem Partner, die euch sehr wichtig sind? Dann bittet ihn darum, dasselbe zu tun. Auf alles andere (wie die zweite Zahnbürste oder das fünfte T-Shirt) könnt ihr verzichten.

Nutzt das Packen noch einmal als emotionalen Abschluss mit allem – und wenn das Päckchen in der Post ist, atmet ihr einmal tief durch und wagt den ersten Schritt ins Single-Leben!

Du möchtest noch mehr Tipps für dein Liebesleben? Abonniere unseren Newsletter und erhalte deinen ganz persönlichen Liebesbrief!

Dein Liebesbrief von ohja!

Ich bin
Mein Name ist
Meine E-Mail lautet
Share on
lebt auf der süßen Seite des Lebens und begeistert sich für alles, was flauschig ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.