Was Männer im Bett wollen

Was Männer im Bett wollen? Morgendliche Ausflüge auf die andere Bettseite. © Getty Images / vgajic
Was Männer im Bett wollen? Morgendliche Ausflüge auf die andere Bettseite! © Getty Images / vgajic

Ich werde gefragt: Was wollen Männer im Bett? Mein erster Gedanke: Lachen. Dann fällt mir auf, dass Lachen und Sex nicht zwangsläufig eine heilsame Symbiose für das Selbstwertgefühl aller Beteiligten eingehen. Mir egal! Für mich ist Lachen Lust. Und gemeinsames Lachen macht Lust aufeinander.

Mann will Sex

Ich bin kein Hengst im Bett. Was ich nur schreibe, damit du, geneigte Leserin, denkst, „Ach, ist der bescheiden, der ist wahrscheinlich ein Hengst im Bett“. Ich kann das an dieser Stelle natürlich nicht bestätigen. Ich sag nur so viel: Ich bin kein Hengst im Bett.

Was Männer beim Sex NICHT wollen, liest du im JOYclub-Magazin!

Zurück zum Thema. Fast. Denn ich hab keine Ahnung, was Männer im Bett wollen. Folglich fang ich bei mir an. Vor jedem Geschlechtsakt wähle ich sorgsam eines meiner mittlerweile 267 selbstverfassten Pornoskripts. Ich gehe mit der Frau kurz – ein, zwei Stündchen maximum – die Stellungen, Stichworte und Stöhnlaute durch und schon starten wir durch! Ich hasse Improvisation beim Sex. Ist ja Sex, kein Jazz.

Mann will Miteinander

Und nun in der gebotenen Ernsthaftigkeit: Sex ist Jazz! Genau das macht die Angelegenheit doch so unauslöschlich, so intensiv, so tröstlich. Jazz-Pianist Herbie Hancock meinte mal: „Im Jazz teilen wir, wir hören aufeinander, wir respektieren einander, wir kreieren aus dem Moment heraus. Im besten Fall unvoreingenommen.“

Sich fallenlassen, aufeinander einlassen, interagieren, führen und führen lassen, offen sein für neue Reize.

Die Essenzen für guten Jazz und Sex? Sich fallenlassen, aufeinander einlassen, interagieren, führen und führen lassen, offen sein für neue Reize. Das macht Passivität für mich so schwer erträglich. Sobald ich beim Sex das Gefühl habe, ich mach die Sache hier ausschließlich für mich, geht verloren, was Sex ausmacht: das Teilen und Interagieren.

Was Männer im Bett wollen? Nur spielen!
Was Männer im Bett wollen? Gemeinsam Jazz hören und spielen! © Getty Images / vgajic

In den genannten Essenzen liegt auch die Anfälligkeit. Wenn da zwei aneinander vorbeifunken, ohne auf die Rückkopplungen der anderen Person zu achten, wird‘s … miese Mucke aus dem Proberaum einer zerstrittenen Band.

Mann will Lachen

Neben dem Jazz-Faktor spielt für mich – der Einstieg hat‘s schon verraten – Lachen eine Hauptrolle. Sex und Lachen sind große Tröster. Und Seelenwärmer. Wenn sie ihren Zauber entfalten, können sie die Welt anhalten. Kurz, aber heftig. In ihrer berauschenden Magie sind sie die Antithese zum Tod. Was also wollen Männer im Bett? Leben! Das macht sie doch fast schon zu Menschen, oder?

Was sind das nur für Menschen, die ein Lachen von der Bettkante stoßen?

Gemeinsames Lachen erleichtert das unvoreingenommene Einlassen auf das körperliche Miteinander. Zum Verständnis: Ich zergehe nicht vor Lachen bei jedem Mal, ich lache nicht mal zu jeder Portion Sex, die ich bekomme. Was verdammt schade ist. Aber was sind das nur für Menschen, die ein Lachen von der Bettkante stoßen?

Mann will schweben

Jeder bringt die ein oder andere Unsicherheit mit ins Bett. Sex als pure Form der Intimität heißt, der anderen Person zu zeigen, dass gerade alles gut ist, so wie es ist. Das sie oder er die oder der Richtige ist (für dieses Moment). Dass das gut wird. Dass sich die Situation gut anfühlt. Wie kann ich das besser ausdrücken als mit Humor? Lachen lässt einen schweben. Und zu zweit in der Horizontalen zu schweben ist unschlagbar.

Was Männer im Bett wollen. Eien Liebe, die Kopf steht?
Was Männer im Bett wollen? In der Horizontalen schweben! © Getty Images / vgajic


Sex ist im Idealfall – halte dir nun besser die Ohren zu, liebe Leserin, denn ich schreibe es laut auf – der nächstbeste Zustand, den ein jeder Mann nach jener Sorgloszeit im Mutterleib je erreichen wird. Auszeit. Sex ist das Rettungstau in Form einer Nabelschnur, die Mann heraufklettert, um für einen Augenblick wieder Schwerelosigkeit zu spüren.

Dabei scheint Schwerelosigkeit ein männliches Ding zu sein. Mir ist mal eine Dame aus dem Bett gefallen. Mittendrin. Manchmal ist es also auch völlig in Ordnung, alleine zu lachen. So als Jazz-Hengst im Bett.


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möchte mal sapiosexuell werden und hört dich gerade nicht, weil er Kopfhörer aufhat.

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